Genossenschaftliche Wohn- & Arbeitsgemeinschaft

mit einem hohen gemeinnützigen, öffentlichen Anteil

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über KlarA stadt.land.gut.

Unser gebündeltes Bemühen ist es, zum einen das Hofgut Klarenthal als kulturellen und sozialen Begegnungsort zu gestalten und das Gemeinleben im Quartier positiv zu unterstützen. Unter Einbindung des Ortes und seiner Geschichte soll ein bislang nicht zugänglicher Hof zum grünen, Generationen übergreifenden Dorfplatz werden. Deshalb brennen wir darauf, diesen besonderen Ort gemeinwohlorientiert wiederzubeleben und seinen vielfältigen Möglichkeiten entsprechend durch nachbarschaftliche Angebote, Veranstaltungen, Ausstellungen, Kurse und Feste offen zu halten. Hier geht es darum, die vorhandene Infrastruktur zu nutzen und weiterzuentwickeln, um eine integrative Plattform zu entwickeln, wo Vereinsfeiern genauso Platz bekommen, wie kulturelle Projekte, oder außerschulische Lernformen.

Zum anderen bietet das Hofgut für unterschiedliche Lebensformen und -phasen zahlreiche Räume und Optionen. Unser Ziel ist es, urbanen, lebensfreundlichen, klimafreundlichen und dauerhaft bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Das Teilen von Räumen, Flächen und Einrichtungen wird besondere Wohnqualitäten bieten und macht es möglich, verschiedene Wohnangebot in der Anlage zu realisieren. Wir wollen zusätzlich zu den Wohnungen für Familien, Paare und Alleinstehende sowohl Tiny Houses für Individualist*innen, als auch barrierefreie Wohnungen und Wohngemeinschaften etablieren. Die hohe Flexibilität, die die unterschiedlichen Gebäude und Freiräume bieten, machen das Projekt robust gegenüber Veränderungen. 

Darüber hinaus erlaubt es dieser Ort, Wohnen und Arbeiten innovativ und kleinräumig zu verknüpfen. Büros, Ateliers und Werkstätten werden das Wohnen ergänzen, wodurch die Organisation und Umsetzung der sozialen und kulturellen Themen (s.o.) ebenso vor Ort realisiert werden kann.

In der Bündelung der Kompetenzen und Kräfte der Initiatoren KlarA stadt.land.gut, EigenRaum21 von Gemeinschaftlich Wohnen eG und weiteren Kooperationspartnern wie z.B. der Hochschule RheinMain oder dem Concierge-Dienst der großen Wohnungsbaugesellschaften vor Ort sehen wir die größtmögliche Chance für den Standort Hofgut Klarenthal, sein volles Potential als Begegnungsort für das Quartier als auch als Bauvorhaben für soziales und genossenschaftliches Wohnen zu entfalten. Die Initiatoren bringen hierfür ihre fachlichen Hintergründe aus Kommunikation, Sozialer Arbeit, Pädagogik, Veranstaltungsmanagement, Architektur, Innenarchitektur, Gastronomie und Gartenbau ein.

Von Anfang an werden digitale, kollaborative Tools für Kommunikation, Organisation und Evaluation genutzt. Sie sollen helfen, den vitalen, multikulturellen und integrativen Alltag der Menschen zu unterstützen. 

 

WOHNEN

&

ARBEITEN

Ein Hauptaugenmerk des genossenschaftlichen miteinander Wohnens und Arbeitens legen wir auf das Thema Nachhaltigkeit.

Nicht nur im Sinne einer generationenübergreifenden Wohnform, die langfristig Wohnraum für die verschiedensten Lebensphasen und -entwürfe bieten soll, sondern die sich insbesondere als klimafreundliche, im besten Fall klimaneutrale Verhaltens- und Wirtschaftsweise im Alltag niederschlagen wird. Angefangen bei der Sanierung, Restaurierung und dem denkmalgerechten Neu- und Umbau der Gebäude, bis hin zu Mobilität, Energie- und Wasserhaushalt, wird der bewusste Umgang mit den Ressourcen und der uns umgebenden Natur maßgeblich unsere Entscheidungen und Handlungsweisen leiten. Die Nutzung erneuerbarer Energien und damit verbundener Technologien wird für das Gelingen genauso entscheidend sein, wie ökologische Bauformen und die Integration nachhaltigen Wirtschaftens in den Alltag. 

 

Zumindest für einen Teil der Wohnungen streben wir Barrierefreiheit an, damit gemeinschaftliches Wohnen auch für behinderte und/oder ältere Menschen möglich ist und bei eintretender Krankheit bzw. Behinderung das gewohnte Umfeld nicht verlassen werden muss. Die individuellen Wohnungen mit privatem Freibereich (Terrasse, Balkon, Loggia) sind Rückzugsort und werden voraussichtlich insbesondere von Familien mit kleinen Kindern und Älteren genutzt. Die Wohnungen sollen Sichtbeziehungen auf Grün und das Leben draußen bieten. Die Hausgemeinschaft überwindet Anonymität und schaut nacheinander, übernimmt kleine Handreichungen und unterstützt diejenigen, die Hilfe brauchen, sei es bei der spontanen Kinderbetreuung oder dem Einkauf. Dies ersetzt keine professionelle Pflege oder den Kindergarten, kann aber im Alltag Erleichterung und Austausch bieten. Die Integration und Einbindung der älteren Mitmenschen in den gemeinschaftlichen Alltag erfolgt über Betreuungsangebote für Kinder und das Mitwirken in den verschiedenen Betätigungsfeldern der Genossenschaft, sei es in der Landwirtschaft oder im kulturellen Bereich.

 

UNSER ANGEBOT

  DER DORFPLATZ  

Um den Standort Klarenthal als Lebensgemeinschaft erfahrbar zu machen, ist es unser Bestreben, das Sozialleben durch integrative Veranstaltungen aufzuwerten und Orte der Begegnung anzubieten. Durch einen regelmäßig stattfindenden Markt und die Wiederbelebung der Gastronomie soll der Innenhof des Hofgutes als eine Art Dorfplatz empfunden und zu einem Treffpunkt für Jung und Alt aus dem Quartier werden. Mit Zwischennutzungen und Pop-up Formaten können diverse Angebote frühzeitig gestartet werden. 

Das Gebäudeensemble bietet darüber hinaus genug Raum, um es nicht nur als Kulturzentrum für Theater, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen zu etablieren, sondern auch als Eventlocation für private und öffentliche Veranstaltungen zu nutzen. Um das Vereinsleben in und für Klarenthal aber auch darüber hinaus zu stärken, bietet sich eine Kooperation mit dem Dachverband Wiesbadener Vereinigungen oder dem vor Ort sehr aktiven Volksbildungswerk Klarenthal an, um Vereinen das Gelände und die dafür geeigneten Gruppen- und Veranstaltungsräume für ihre Arbeit zur Verfügung zu stellen. 

 

  LERNORT  

In unserem Bestreben, das Leben in und mit der Natur möglichst vielen Menschen erfahrbar zu machen, und den Wandel hin zu einer klimafreundlichen Lebensweise zu unterstützen, wird das Hofgut Klarenthal als Erfahrungs- und vor allem Lernort etabliert. Dafür wird der Großteil der Grünflächen und die Streuobstwiese landwirtschaftlich nachhaltig und permakulturell als Solidarische Landwirtschaft, z.B. durch die bestehende SoLaWie e.V., für Anbau, Verarbeitung und Verkauf von Lebensmitteln genutzt. Die besondere Freiraumqualität des Wandelgartens im Hof, die Dorfplatzlinde, der nahe Obstlehrpfad und die Lage im Tal des Gehrner Baches machen die Atmosphäre aus und sind Anknüpfungspunkte für die weitere Freiraumgestaltung und den Naturschutz. Der modellhafte Charakter beim Bauen und täglichen Wirtschaften wird einfließen in die Angebote an das Quartier: (Jugend-)Bauhütte, seniorengerechte Wohnformen, neue Grundrisslösungen, Sharing Konzepte (Arbeitsräume, Waschküche, Werkstatt, Haushaltsgegenstände, Konsumkeller o.ä.).

Gleichzeitig stellen wir das Hofgut als außerschulischen Lernort, als Seminar- und Schulungsraum zur Verfügung: sei es ein Schülercamp auf der Zeltwiese, Erlebnispädagogik für Klassen aus dem Stadtteil, Wildnis- & Naturpädagogik oder Permakultur-Workshops und Gesundheitscoaching für Erwachsene. In Kooperation mit dem Volksbildungswerk Klarenthal, dem Amt für Soziale Arbeit „Wi & You“ und dem Campus Klarenthal wollen wir Angebote erarbeiten, die auf die jeweiligen Bedürfnisse von Schulen und sozialen Trägern zugeschnitten sind, um möglichst vielen Menschen einen integrativen, inklusiven und niederschwelligen Zugang zu einer eigenen Naturerfahrung zu ermöglichen.

 
 

ORGANISATION

KlarA stadt.land.gut. soll Träger der Hofgutanlage und somit Vertragspartner der Landeshauptstadt Wiesbaden werden. Eine genossenschaftliche Organisationsform wird angestrebt, um die vielen verschiedenen Projekte, Lebens- und Arbeitsformen in eine Gemeinwohl orientierte, nachhaltige und integrative Gesamtstruktur einzubinden . 

Die wirtschaftliche Tragfähigkeit ist eine Voraussetzung für die Umsetzung. Eine Orientierung bieten vergleichbare Projekte wie der Oberhof in Ober-Erlenbach, die Samtweberei in Krefeld und weitere Projekte des Immovielien-Netzwerkes für gemeinwohlorientierte Immobilien- und Stadtentwicklung.

 

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Tel.: +49 (0) 177 4666 995

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